zurück

Einladung zum
2. Quartiersforum

Bilder von der Veranstaltung

Ausstellung von Schülerarbeiten

Wissenswertes über Aubing

Optische Eindrücke vom Dorf in der Stadt

 

 

Quartiersforum

1. Quartiersforum in Aubing

25. und 26. Januar 2002
in der Grundschule in der Limesstrasse

Schwerpunktthema
"Soziales Miteinander - soziale Probleme"

Das Quartiersforum Aubing fand am 25. und 26. Januar 2002 in der Grundschule an der Limesstrasse in München-Aubing statt. Zum Münchner Stadtteil Aubing, in der kommununaladministrativen Zählweise der 22. Stadtteil, umfasst die Teilgebiete Aubing (das ist im wesentlichen der Bereich des alten Dorfes nördlich der S-Bahnstrecke S 4), Neuaubing (das sind im wesentlichen Bau- und Gewerbegebiete zwischen den S-Bahnstrecken S 5 und S 4 bzw. der Bodenseestrasse) und Westkreuz (eine Grosswohnsiedlung der 60er und 70er Jahre westlich des Stadtteils Pasing gelegen).

Am Freitag Nachmittag ab 16.00 Uhr fanden sich zahlreiche Aubinger Bürgerinnen und Bürger, Vertreter/innen des Bezirksausschusses, weitere Interessierte aus anderen Münchner Stadtteilen sowie Schülerinnen und Schüler aus der Hauptschule an der Wiesentfelser Strasse - insgesamt rd. 80 Personen - in der Gymnastikhalle der Grundschule ein. Sie waren den Einladungen zum Quartiersforum gefolgt, die ihnen bereits wenige Wochen zuvor per Post oder über die Schüler zugegangen waren oder die sie, öffentlich ausgelegt, bei der Sparkasse, bei Bäckereien, Metzgereien, Apotheken oder kirchlichen Einrichtungen erreichten. Auch auf Plakaten sowie in Vorberichten in der "Aubinger/Neu-Aubinger Zeitung" und in der "Süddeutschen Zeitung" wurde auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht.

Das Quartiersforum selbst wurde von erfahrenen Moderator/innen geleitet. Die Dipl.-Geographin Ursula Ammermann (citycom) und Prof. Dr. Bernhard Zimmermann (Soziologe an der Fachhochschule München) hatten diese Aufgabe übernommen. Dazu stellten die Projektverantwortlichen zunächst das Projekt "Zukunft München 2030" in knapper Form vor, erläuterten die Arbeitsschwerpunkte im Projekt und legten dar, wozu im Rahmen des Projekts Quartiersforen in verschiedenen Stadtteilen durchgeführt werden. Als Einstieg präsentierten die Projektbearbeiter Grafiken und Fotos, mit denen sie ihre "Außensicht" auf Aubing darlegten.

Das Durchführungskonzept des Quartiersforum Aubing lehnt sich an das einer sog. Zukunftswerkstatt an. Der erste Nachmittag und frühe Abend des ersten Tages diente dazu, das alle Teilnehmer gemeinsam eine kritische Bestandsaufnahme der Wohn-, Arbeits- und Lebenssituation im Stadtteil erarbeiteten,. Ein "Brainstorming" aller Teilnehmer zu den vorgegebenen Themenbereichen Wohnen, Arbeiten, Verkehr/ Mobilität und Bildung/ Ausbildung u.a. - sie schrieben ihnen dazu einfallende Vor- und Nachteile auf Karten, die auf zahlreichen Pinnwänden thematisch sortiert wurden - ergaben ein überraschend detailliertes Stärken-Schwächen-Profil. Für den nächsten Tag wurden darauf die Themenbereiche gemeinsam ausgewählt, mit denen sich die Teilnehmer intensiver befassen wollten. Es wurden Arbeitsgruppen zu folgenden Themen gebildet "Zusammenleben von alt und jung", Integration von Ausländern", "Wohnen", "Ehrenamt und Bürgerarbeit", "Schule, Betreuung, Förderung", "Individual- und öffentlicher Verkehr" sowie "Kinder und Jugendliche in Aubing".

Der Samstag Vormittag wurde der inhaltlichen Ausarbeitung und Ausgestaltung dieser Themenbereiche gewidmet. Es ging nun in die "Visionsphase", in der - ohne gedankliche Zwänge ("keine Schere im Kopf", "ihr habt alle Macht und alles Geld, um eure Vorstellungen durchzusetzen") - die Zukunftsvorstellungen entwickelt wurden. Dazu formierten sich aus dem Teilnehmerkreis acht Arbeitsgruppen, die nach einer intensiven Vorbereitungsphase (durch das Zeichnen von Bildern, Schreiben textlicher Darstellungen) die Ergebnisse in einer Präsentationsform ihrer Wahl vorstellten. Die meisten Gruppen wählten die Form eines Stegreifspiels, das alle Forums-Teilnehmer - jeweilige Akteure wie Zuschauer - rundum begeisterte.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es nun in die "Umsetzungsphase". In einer gemeinsamen Auswertungsrunde einigte man sich darauf, welche der möglichen Zukunftsbilder und Zielvorstellungen umgesetzt werden sollten. Als Ergebnisse einer nochmaligen Arbeitsrunde in Gruppen wurden die Massnahmen im Plenum präsentiert und diskutiert. Dazu gehörten u.a. Vorschläge wie die Einrichtung eines InternetCafés im Aubinger Wasserturm, die Einrichtung einer Fussgängerzone mit Lokalbahn, der Bürgerpark Aubing, lebensnahe Sprachkurse, ein "Lebenshaus für alt und jung", ein Kompetenz- und Kommunikationszentrum unter einem Dach für alle Bürger, die Einführung der Ganztagsschule und den 10-Minuten-S-Bahn-Takt.

Gegen 17.00 Uhr, eine Stunde später als vorgesehen, ging das Quartiersforum am Samstag Nachmittag mit einem kleinen Umtrunk zu Ende, zu dem das Projektteam die Teilnehmer eingeladen hatte. Über die Inhalte, Ablauf und Ergebnisse des Quartiersforums Aubing ist eine Dokumentation für die interessierte Öffentlichkeit erarbeitet worden.

Die "Hausherrin" des Veranstaltungsortes, die Rektorin der Grundschule an der Limesstrasse, Frau Lederer, hatte wie einige ihrer Kolleg/innen es sich nicht nehmen lassen, an beiden Tagen am Quartiersforum teilzunehmen und sich auch aktiv in Arbeitsgruppen zu beteiligen. Für das leibliche Wohl sorgte das Hausmeisterehepaar Dörfler, das während der 1 ½ Tage die Teilnehmer in vorbildlicher Weise umsorgte.

In Vorbereitung des Quartiersforums war das Projektteam an die Aubinger Schulen herangetreten und hatte über Schulleitungen und Klassenlehrer/innen die Schülerinnen und Schüler gebeten, sich Vorstellungen über ihr Leben im Stadtviertel in etwa 30 Jahren zu machen. Klassen der Grundschulen an der Limesstrasse, der Gotzmannstrasse und am Ravensburger Ring sowie der Hauptschule Wiesentfelserstrasse hatten sich beteiligt. Herausgekommen sind viele unterschiedliche Darstellungen - Zeichnungen, Bilder, Plastiken u.a. - , die zeigen, wie angeregt und anregend die Frage danach, wie Aubing in 30 Jahren aussehen könnte und wie sie in Aubing leben werden, von Kindern und Jugendlichen beantwortet werden kann. Daraus wurde eine kleine Ausstellung der Exponate organisiert, die in den Vorräumen während des Quartiersforums und darüber hinaus während des Monats Februar präsentiert wurden. Im Anschluss daran wurden die Exponate Anfang März in Räumen der kath. Kirchengemeinde St. Lukas am Westkreuz ausgestellt. Darüber wird eine gesonderte Dokumentation erarbeitet.

Von den Teilnehmern und dem Projektteam wurde das Quartiersforum in Aubing als grosser Erfolg gewertet. Es soll im Herbst eine Fortsetzung erfahren, wenn die Bearbeiter des Projekts "Zukunft München 2030" ihre bis dahin erarbeiteten Ergebnisse im Rahmen eines weiteren Quartiersforums den interessierten Aubinger Bürgerinnen und Bürgern präsentieren und ihrer Kritik daran aussetzen und weitere Anregungen einholen wollen.

Wissenswertes über Aubing

Optische Eindrücke vom Dorf in der Stadt

zu den Bildern vom Quartiersforum

zur Ausstellung der Schüler/innen-Arbeiten

Dokumentation

 

 
| Startseite | Aktuelles | München 2030 | Projektablauf | Veranstaltungen | Projektorganisation |
| Veröffentlichungen | Presse | Kontakt | Links |