Quartiersforum
Quartiersforum in Hadern
am 30. November und 1. Dezember 2001
in der Guardini-Hauptschule
Guardinistr. 60
Schwerpunkthema "Mobilität und Kommunikation"
Im Rahmen des Projektes "Zukunft München 2030"
versucht das Forschungsteam München, neue Wege in
der Bürgerbeteiligung zu gehen. Erklärtes Ziel
ist es, gemeinsam mit den BürgerInnen die Zukunft unserer
Stadt zu gestalten und darüber hinaus ökonomisch,
ökologisch und sozial integriertes Handeln zu stärken.
Da die anstehenden Fragen weder von der Politik noch von der
Verwaltung alleine beantwortet werden können, sind die
BürgerInnen als Fachleute des Alltags mit ihren Ideen
und ihrer Kreativität herausgefordert.
Zu diesem Zweck startete das Quartiersforum Hadern als erstes
von drei geplanten Quartiersforen am ersten Adventswochenende
in der Guardinischule im Stadtteil Hadern. Unter dem Motto
"Gemeinsam die Zukunft gestalten" waren alle interessierten
und engagierten Bürger im Stadtteil aufgerufen, für
eineinhalb Tage gemeinsame Vorstellungen und Visionen zur
Zukunft ihres Stadtteils Hadern und der Stadt München
zu entwickeln. Dabei sollte das gemeinsame Diskutieren und
Erarbeiten von Zukunftsaufgaben aus verschiedenen persönlichen
Blickwinkeln im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Aus
Ideen und Visionen sollten neue konkrete Projekte
entstehen, die durch die gemeinsame Interessenslage mehr Gewicht
erhalten.
An den beiden Veranstaltungstagen fanden sich rund 70
interessierte Bürgerinnen und Bürger in der
Guardinischule ein, darunter auch viele engagierte Personen
aus Vereinen, sozialen und städtischen Einrichtungen,
dem Agenda 21-Prozess und dem Bezirksausschuss
Hadern. Ganz besonders erfreulich war dabei, dass eine
Gruppe von 31 HauptschülerInnen der Guardinischule
aus verschiedenen Klassen- und Altersstufen sich mit ihren
Lehrerinnen die Zeit nahmen, um am zweiten Veranstaltungstag
am Quartiersforum teilzunehmen. Sie bildeten eine eigene Arbeitsgruppe
oder wurden auf eigenen Wunsch den Erwachsenengruppen zugeteilt.
Der Ablauf des Quartiersforums teilte sich entsprechend der
zwei Tage in zwei Arbeitsblöcke auf: Am ersten Tag sollte
eine Art Bestandsaufnahme des eigenen Stadtteils stattfinden
und am zweiten Tag der Versuch unternommen werden, Zukunftsvisionen
zu entwickeln.
Am Freitag nachmittag wurden zunächst das Projekt "München
2030" durch den Moderator und die beteiligten Forscherinnen
und Forscher vorgestellt und die Thesen zu den Themenfeldern
"Wissen und Kreativität", "Soziale
Spannungen und Integration" und dem Schwerpunktthema
des Quartiersforums "Mobilität und Kommunikation"
erläutert. Anschließend wurden die Teilnehmenden
per Los in fünf Arbeitsgruppen, die diese Themenstellungen
hatten, eingeteilt und erhielten für den ersten Abend
die Aufgabe, die Stärken und Schwächen ihres
Stadtteils genauer unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen,
ob Hadern für sie ein Ort zum Wohlfühlen ist.
Am Samstag machten sich die Teilnehmenden zunächst zu
ihrer Gegenwart und anschließend zu ihrer absehbaren
und erwünschten Zukunft in ihren jeweiligen Arbeitsgruppen
Gedanken. Es folgte eine Phase der Zukunftsvisionen, die jeder
für sich oder in Gruppen in Bild oder Text festhalten
konnte.
Die hieraus entstandenen umsetzbaren Visionen, Maßnahmen
und Wünsche wurden am Nachmittag im Plenum präsentiert
und zur Diskussion gestellt. Mit der Prämierung der visionärsten
Schülerarbeiten, eines dem Quartiersforum vorgezogenem
Wettbewerbs unter den Hauptschülern der Klassen M8 und
9 der Guardinischule, endete das 1. Haderner Quartiersforum.
An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei allen
BürgerInnen für ihr Interesse und ihre Teilnahme
bedanken und hoffen, dass wir möglichst viele von Ihnen
im Herbst dieses Jahres erneut begrüßen dürfen,
wenn wir im Rahmen des zweiten
Quartiersforums i unsere Ergebnisse und Szenarien zur
Diskussion stellen.
Ein ganz besonderer Dank sei hier auch nochmals Frau
Rektorin Inge Wiederhut und Herrn Strassenberger und seinen
Helferinnen gesagt, die uns in jeder Hinsicht tatkräftig
unterstützt und unser Quartiersforum erst ermöglicht
haben.

zu den Bildern vom Quartiersforum
zur
Dokumentation
|