Maxvorstadt
Maxvorstadt - der 3. Stadtbezirk Münchens
Der 3. Stadtbezirk setzt sich aus den früheren drei Maxvorstädten
Universität, Königsplatz-Marsfeld und Josephsplatz
zusammen. Er schließt sich zwischen Odeonsplatz und
Stachus unmittelbar an den nordwestlichen Sektor der Altstadt
an und wird im Osten durch den Englischen Garten begrenzt.
Die Maxvorstadt, zu Beginn des 19. Jahrhunderts als erste
planmäßige Stadterweiterung entstanden, gilt als
Münchens klassizistisches Stadtviertel. Stadtbildprägend
sind die Ludwig- und Brienner Straße, der Odeons-, Wittelsbacher-,
Karolinen- und Königsplatz.
 |
Lenbachhaus
Foto: Fremdenver-
kehrsamt München
|
Kennzeichnend für diesen Stadtbezirk ist die "geballte
Dichte" verschiedener zentraler Funktionen. So finden
sich hier im kulturellen/ künstlerischen Bereich bedeutende
Museen und Sammlungen (Alte und neue Pinakothek, Pinakothek
der Moderne, Lenbachhaus mit Kunstbau, Grafische Sammlung,
Glyptothek und Antikensammlung, Museum kirchlicher Kunst im
Georgianum) sowie die Akademie der Bildenden Künste und
die Hochschule für Musik und Theater. Die Ludwig-Maximilians-Universität,
die Technische Universität, die Hochschulen für
Politik und Philosophie, die Fachhochschule, das Historische
Kolleg, das Orff-Zentrum, die Staats- und Universitätsbibliotheken
sowie die Staatsarchive machen die Maxvorstadt zu einem Zentrum
der Wissenschaft.
 |
Neue Pinakothek
Foto: Fremdenver-kehrsamt München
|
Wichtige Hauptverwaltungen von Banken, Versicherungen, Konzernen
und Versorgungsunternehmen haben im dritten Stadtbezirk ebenso
ihren Sitz wie der Bayerische Rundfunk, das Landeskriminalamt,
ein Großteil der Münchner Finanzämter und
Gerichte sowie zwei Großbrauereien. Die Konzentration
an Arbeitsplätzen und der hohe Anteil der Studierenden
(über 100 000) haben dazu geführt, dass die sog.
Tagesbevölkerung knapp viermal so groß ist wie
die mit der Wohnbevölkerung identische Nachtbevölkerung.
Die Maxvorstadt ist in weiten Teilen als typisches Akademiker-
und Studentenviertel einzustufen. Entsprechend stark vertreten
ist die Altersgruppe der 20- bis 30-jährigen, also der
Student/innengruppe, während Kinder unter 15 Jahren wie
auch alte Menschen zahlenmäßig an Gewicht verloren
haben. Überdurchschnittlich hoch ist folglich auch der
Anteil von Einpersonenhaushalten (mit hoher Fluktuation),
begünstigt durch die Wohnungsstruktur im Viertel. Zwei
Drittel des Wohnungsbestandes, mit einem hohen Anteil an Ein-
und Zweizimmerwohnungen, stammen aus der Zeit nach 1948.
(aus: Statistisches Taschenbuch - München und seine
Stadtbezirke 2001)
Maxvorstadt - Dates
and Figures
zurück
|